männerchor wildpoldsried

INFOS ZUM MÄNNERCHOR WILDPOLDSRIED


Proben:

Wir freuen uns natürlich immer sehr, wenn wir neue Sänger bei uns begrüßen dürfen. Unsere Proben finden immer am Dienstag Abend um 19.30 Uhr im Mehrzweckraum der Schule Wildpoldsried (Schulstr. 6) statt. Wer Interesse hat kann sich gerne bei Anke Weinert - Wegmann oder einem unserer Vorstandsmitglieder melden.


Förder - Mitgliedschaft:

Wir möchten hier auch die Gelegenheit nutzen, Sie auf die Möglichkeiten einer Mitgliedschaft als förderndes Mitglied beim Männerchor Wildpoldsried aufmerksam zu machen. Der Beitrag für Fördermitglieder beträgt 10 EUR p.a. Bei Interesse oder Fragen stehen Ihnen unsere Vorstandsmitglieder gerne zur Verfügung. Gerne stellen wir Ihnen auch eine Spendenquittung aus.


PRESSE ÜBER DEN MÄNNERCHOR WILDPOLDSRIED


 

Männerchor Wildpoldsried - Liebe(s) Lieder - Böse Lieder

Anmutig, zart – und tödlich

Konzert 1 Drei Chöre singen in Wildpoldsried von der Liebe, aber auch von grausamen Ereignissen

Von Helmut Littschwager | Allgäuer Zeitung vom 22.05.2019

Wildpoldsried Rosarot Plakate, Flyer und Programm, in schickem Rot die Krawatten der Männer, und leuchtend rot der Dirigentin Schuhe: Die Leiterin des Männerchores Wildpoldsried, Anke Weinert-Wegmann, hat mit Augenzwinkern ein pfiffiges Programm zusammengestellt, auf das die Farbe Rot bestens passt. „Amor: Liebe(s)Lieder – Böse Lieder“ heißt das Chorkonzert im Wildpoldsrieder Dorfsaal Kultiviert, wobei neben dem Männerchor zwei weitere Ensembles zu Gast waren, die Weinert-Wegmann „gehorchen“: der Madrigalchor und das Collegium Vocale der Sing- und Musikschule Kempten.

Einer Dompteuse gleich hat Anke Weinert-Wegmann ihre Chöre im Griff. Wie fügsam und zart der Männerchor Wildpoldsried artikuliert und, ach, der volle Saal andächtig lauscht. Da heraus führt nur desillusionierender Humor: „Ich ging einmal spazieren … bums vallera und tät ein Mädel führen.“ Den amourösen Spaziergänger spielte und sang verschmitzt Tenor Adi Kneißl, mit Spazierstock und einem Strohhut der 1920er Jahre. Aber das ausgeführte Mädel hat entgegen diverser Ankündigungen keine Gulden, ist nicht von Adel, kann nicht gut kochen …

Themenwechsel. Ungarisches Flair präsentierte das Collegium Vocale mit den Zigeunerliedern von Johannes Brahms. „He Zigeuner, greife in die Saiten ein! Spiel das Lied vom ungetreuen Mägdelein“, lautet einer der Titel. Am Flügel meisterte Katja Röhrig den hochvirtuosen Part mit Bravour. Glanz und Schwung lieferten dazu insbesondere die Frauenstimmen.

Im dritten Konzertteil gestaltete der Madrigalchor schlicht und zugleich zupackend Weisen aus dem volkstümlichen Genre wie das irische „Linden Lea“ (Ralph Vaughan Williams) oder das schwedische „Zum Tanze da ging ein Mädel“ (Hugo Alfven). Aber der Bursche, kaum löst sie das güldene Band, macht sich aus dem Staube. Dann aus dem England der Shakespeare-Zeit: „Drink to me only with thine eyes. Leave a kiss within the cup. And I’ll not ask for wine.“ Anmutig und fein abgestimmt hier die Sängerinnen und Sänger des Madrigalchores.

Der Liebesgeschichte von Romeo und Julia nahm sich das Collegium Vocale mit Songs aus der „West Side Story“ an. Zu Herzen gehend „Tonight“ und „One Hand, one Heart“ und sodann in furiosem Tempo „America“. Liebe als einzige Macht, die einen Feind in einen Freund zu verwandeln imstande ist: Gemeinsam zelebrierten das Collegium Vocale und der Männerchor stimmungsvoll „MLK“, den Martin Luther King gewidmeten Song der Popgruppe U2.

Der gastgebende Männerchor Wildpoldsried würzte das Thema Liebe neben einem finnischen Spottlied mit „Das Rendezvous“ (Komponist Oliver Gies): Heut ist der Tag, endlich ist sie da. Doch dann fallen die Kerzen um, der Tisch steht in Flammen, selbst die Rosen auf dem Klo brennen lichterloh … Steigern ließ sich das nur noch mit Georg Kreislers bitterbösem „Lied für Kärntner Männerchor“, in dem das blonde, einäugige Elschen, traurig-schaurig und walzerselig den Jäger Jochen ersticht; es war dunkel, und sie hielt ihn für ein Schwein.

Versöhnlich und klangmächtig taten sich am Ende alle drei Chöre zusammen und stimmten ein Stück aus Carl Orffs „Camina Burana“ an: „Kume, kum Geselle min, mach mich mit deinem rosenvarwem Mund gesunt“. Keine Frage, dass die Konzertbesicher dies mit riesigem Applaus belohnten.

Quelle: Allgäuer Zeitung vom 22.05.2019 | Texte: Helmut Littschwager | Foto: Eddi Nothelfer


Ergreifend

Kirchenkonzert Männerchor Wildpoldsried und Collegium Vocale intonieren hervorragend

Männerchor Wildpoldsried - KirchenkonzertVon Rainer Hitzler | Allgäuer Zeitung vom 18.03.2018

Wildpoldsried Geistliche Musik vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart interpretierten der Männerchor Wildpoldsried und das Collegium Vocale der Sing- und Musikschule Kempten, beide unter Leitung von Anke Weinert-Wegmann. In der vollbesetzten Kirche St. Georg in Wildpoldsried überzeugten beide Ensembles vor allem durch die homogene Interpretation der vielen Pianostellen in den ausgewählten Stücken.

Den Anfang machte der Männerchor Wildpoldsried mit einem „Vater unser“ von Nikolai Rimski-Korsakow, das die Männerstimmen in einem schönen Chorsatz zur Geltung brachte. Im „De Profundis“ des zeitgenössischen Komponisten Piotr Jancak intonierten die Wildpoldsrieder Sänger perfekt die modernen, dissonanten Teile und meisterten auch den rhythmischen Teil präzise. Sehr eindrucksvoll erklang das sphärische „Heyr Himna Smiur“ des 2013 verstorbenen Komponisten und Dirigenten Porkell Sigurbjörnsson aus Island. Ergreifend anschließend „Prayer of the Children“, in dem Songwriter Kurt Bestor das Schicksal der Kinder im jugoslawischen Bürgerkrieg thematisiert.

Solisten auf der Empore

Ein musikalisches Highlight setzte das Collegium Vocale im zweiten Konzertteil mit dem „Miserere“ von Gregorio Allegri. Ein Chor aus den vier Solisten Gabi Friedrich-Kroen, Michaela Bröll, Katharina Mari und Klaus Lang trennte sich von den Mitsängern und präsentierte den vierstimmigen Teil brillant von der Empore. Trotz der nicht sehr hohen Temperaturen in der Kirche meisterte Friedrich-Kroen dabei sicher das dreigestrichene C, das seit der Bearbeitung durch Ivor Atkins in den 1950er Jahren im Chorsatze des „Miserere“ enthalten ist. Langanhaltender Applaus belohnte beide Ensembles.

Beeindruckender Auftritt: der Männerchor Wildpoldsried mit Leiterin Anke Weinert-Wegmann. Foto: Rainer Hitzler

Quelle: Allgäuer Zeitung vom 18.03.2018 | Texte: Rainer Hitzler | Foto: Rainer Hitzler


Männerchor Wildpoldsried - Festkonzert 95 Jahr

Von den Qualen der Proberei

Festkonzert Mit viel Humor feiert der Männerchor Wildpoldsried sein 95-jähriges Bestehen. Feinen Gesang hören die 400 Besucher an diesem Abend aber auch

Von Harald Holstein

Wildpoldsried Zum Auftakt seines Jubiläumskonzertes fasst der Männerchor Wildpoldsried einige Aspekte seiner Chorarbeit in Töne. Auf eine Melodie der Wise Guys hat der Vorsitzende Hans-Peter Jäger einen witzigen Text gedichtet. Er beschreibt darin, wie das so ist, in einer Chorgemeinschaft mitzuwirken. Man müsse sich durch Proben quälen und dennoch immer gute Lieder wählen, heißt es da. Besonders der selbstironisch überspitzte Reim „Wenn man im Chor ist, gibt es nichts zu lachen. Ein dreckiger Job, aber einer muß ihn ja machen!“ bringt Jung und Alt im ausverkauften Dorfsaal zum Lachen. Über 400 Gäste sind nach dieser launigen Selbstbeschreibung des Männerchores in bester Feierstimmung. Mit La Cucaracha geht es auf Spanisch dynamisch und kurzweilig weiter. In dem mexikanischen Revolutionslied wird doppeldeutig eine schwankende Kakerlake besungen.

Der Wildpoldsrieder Männerchor besteht seit 1922. Dass das nicht gerade runde 95-jährige Bestehen dennoch ausgiebig gefeiert wird, liege an dem besonderen Festjahr 2017, erklärt Bürgermeister Arno Zengerle: Die Oberallgäuer Gemeinde feiert dieses Jahr ihr 625-jähriges Bestehen.

Die 20 Männer des Chores unter der Leitung von Anke Weinert-Wegmann feiern jedoch nicht alleine. Zum Festkonzert haben sie auch den Männergesangsverein Kaning aus Kärnten eingeladen. Mit dem Chor verbindet die Wildpoldsrieder ein wirkliches Jubiläum: eine 25-jährige Sängerfreundschaft. Auch die 15 Männer aus Österreich werden von einer Frau regiert, beziehungsweise dirigiert. Unter der Leitung von Eva-Maria Winkler geben die Herren in glänzenden lindgrünen Westen traditionelle Volksmelodien zum Besten. Ihre Lieder über Bergblicke und Heimatgefühle mit Texten „Aus tiefstem Herzen“ bekommen viel Applaus.

Musikalischer Höhepunkt ist ohne Zweifel das Vokalensemble Animato unter der Leitung von Jürgen Schwarz. Es ging 2003 aus zehn Mitgliedern des Carl-Orff-Chores Marktoberdorf hervor und glänzt mit feinen Stimmen, präziser Modulation und konzentriertem Vortrag. Es begeistert mit wahrhaft beseelten und jazzigen Arrangements von Klassikern wie „Kein schöner Land“, „Die Gedanken sind frei“ und Brahms „Wiegenlied“.

Mit Franz Schuberts „Die Nacht“ lässt auch der Wildpoldsrieder Männerchor sein romantisches Repertoire anklingen. Im Schlager „Spanische Nächte“ von Ernst Fischer und dem Song „Lauch“ betont er jedoch erneut seine humoristische Seite. Löffelschlagen und Luftgitarre heizen die gute Laune weiter an. Auch Dieter Brüggemanns Solo über die zweifelhafte Wirkung von Lauch („Sex wird überschätzt. Lauch auch!“) kommt sehr gut an.

Nach begeistertem Jubel für dieses unterhaltsame Festkonzert singen die beiden lange befreundeten Männerchöre zusammen eine Zugabe, zu der später auch das Vokalensemble Animato hinzukommt. Gemeinsam beenden die drei hervorragenden Chöre das Konzert mit einem rührenden Lied über den Abschied.

Feinen Gesang und Humor verband der Männerchor Wildpoldsried unter Leitung von Anke Weinert-Wegmann bei seinem Festkonzert zum 95. Geburtstag. Foto: H. Holstein

 

 

Aushängeschilder der Chorszene

Anlässlich der Ehrung von drei Sängern für je 50 Jahre Chorzugehörigkeit lud der Männerchor Wildpoldsried am Samstagabend zu einem Konzert in den Dorfsaal Kultiviert. Als Gast wirkte das Günztaler Vocalensemble mit. Die Chöre warteten mit einem vielseitigen Programm auf, das Lieder aus der Romantik, von zeitgenössischen Komponisten sowie der Unterhaltungsmusik beinhaltete.

Der Männerchor Wildpoldsried unter der Leitung von Anke Weinert-Wegmann und das Günztaler Vocalaensemble mit Chorleiterin Christel Holdenried dürfen ohne Übertreibung zu Aushängeschildern des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben gezählt werden.

Dass Anke Weinert mit Hingabe, Ein- fühlungsvermögen und großem Sachverstand ihre Sänger schult und leitet, war erneut unüberhörbar. Alle Stücke wurden a cappella und auswendig vorgetragen. So wurde die gesangliche, sprachliche und darstellerische Gestaltung optimal ausgeschöpft.

Unerschöpfliche Literatur

Reinste Romantik erklang mit A. Eduard Marschners „Gute Nacht“. Temperamentvoll trugen die Sänger das Couplet „Es war ein Mädchen“ aus den 1920er Jahren in einem Arrangement von Severin Geissler vor – ein Beweis mehr, dass es eine schier unerschöpfliche Männerchorliteratur aller Stilrichtungen gibt, die Sänger wie Zuhörer gleichermaßen begeistert.

Feines Gespür bei Stückewahl

Seit mehr als 25 Jahren gehört das Günztaler Vocalensemble zu den renommiertesten Chören weit über die Grenzen ihres Heimatortes Markt Rettenbach hinaus. Da Leiterin Christel Holdenried seit 1982 gezielte Jugendchorarbeit leistet und diese im Vocalensemble fortsetzt, wird jeder Auftritt zu einem besonderen Erlebnis. Auch sie verfügt über ein feines Gespür bei der Liedauswahl und stimmt sie gezielt auf den gemischten Chor ab.

Dadurch kommt die hohe Gesangskultur und die chorische Gestaltungsvielfalt facettenreich zur Geltung. Die Sopran- und Altstimmen intonieren selbst in den extrem hohen Stimmlagen im Lied „Cervolant“ von Christoph Barratier sehr gut. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt war Johannes Brahms’ „Bei nächtlicher Weil“. Viel schöner kann die Liedkunst der Romantik nicht interpretiert werden.

Immer wieder gab es während des Konzertes tosenden Beifall für die dargebotenen Stücke. Dafür bedankten sich die Sänger und Sängerinnen mit einigen Zugaben.


PIANOKULTUR UND TRANSPARENZ

Dillingen „Ja, dann ist Advent, wenn a Liachterschein überm Land liegt“, so stimmungsvoll beschrieb der Wildpoldsrieder Männerchor am dritten Adventssonntag musikalisch das Warten auf die Ankunft des Herrn. Das Gemeinschaftskonzert am Spätnachmittag in der voll besetzten Christkönigskirche wurde zum Gesangserlebnis, weil zusätzlich die gemischten Chöre „Cantiamo“ Wildpoldsried und das Vokalensemble Dattenhausen ihre stimmlichen Qualitäten unter Beweis stellten. Beate Pfingstl drückte rezitatorisch die Ehrfurcht vor dem Licht aus und reimte hintersinnig Allgäuer Adventszeit-Gedanken.

Zuverlässiges Klavierspiel Fincks

Bei zwei Chorsätzen unterstützte Deborah Finck mit zurückhaltendem, zuverlässigem Klavierspiel die Auftritte der gemischten Chöre. Einer der profiliertesten Männerchöre in Bayerisch-Schwaben war zu Gast und faszinierte vom ersten Takt an.

Stimmbildnerisch hervorragend geschult

Die 15 Herren, alle stimmbildnerisch hervorragend geschult, bestachen durch eine Homogenität, die im Amateurbereich ihresgleichen sucht. Ausgewogenheit im Klang, Reinheit in der Tongebung, beste Atemtechnik und sprachliche Artikulation kennzeichneten die Interpretationen. Einfühlsam und trotzdem bestimmend Anke Weinert-Wegmannn als Chorleiterin. Sie setzte auf Transparenz, erkor das Piano zur Grunddynamik, crescendierte und steigerte, wenn nötig den Chorklang ins Forte mit der gebührenden Contenance. Lieder zu Advent und Weihnachten erhielten so eine besinnliche, erwartungsfrohe Charakteristik. In Wildpoldsried hat Josef Gschwind berufsbedingt sein zweites „Standbein“ als musikalischer Leiter, nämlich den zwölf Frauen und fünf Männer zählenden gemischten Chor „Cantiamo“. Sechs Weihnachtslieder in den Originalsprachen entwarfen eine heiter-lyrische Gestimmtheit, der das Ensemble klangschön gerecht wurde. Das anheimelnde, vokalisierte schwedische „Stern über Bethlehem“, der getragene Gesang des Engels oder die beschwingte von zwei Sopranistinnen erzählte Geschichte des Esels, der nach Bethlehem geht: harmonisch bewegter Wohlklang. Reizvoll und stilgerecht empfunden die Chorsätze vom schlafenden Jesulein in der romantisierenden Form Max Regers und dem volkstümlich gekleideten Satz aus Tessin mit Solosopran und einnehmendem Summchor.

Drei Beispiele aus der neuen CD

Mit dem Vokalensemble Dattenhausen bot Josef Gschwind drei Beispiele aus der empfehlenswerten Weihnachtslieder-CD („Leise rieselt der Schnee“, „Joseph, lieber Joseph mein“ und das titelgebende „Schlaf wohl, du Himmelsknabe du“). Im armenischen „Saren kowga“ stellte Gschwind einen erhebenden Frauenchorsatz vor, den seine 18 Sängerinnen glockenhell anstimmten. Das „Ave maris stella“ von Trond Kverno (1976) war ein Beispiel für exzellente Chorarbeit. Die Tonreibungen am Satzanfang, Taktwechsel bei variierenden Frauenstimmen über Männer-Ostinati, Ton-Einwürfe, die sich zu mächtigen Klängen aufbauten und ein verblendeter Schluss gelangen mit nachhaltiger Konsequenz. „Maria durch den Dornwald ging“ und „Sure on this shining light“ setzten Zeichen für die Schönheit des Klangs, die Natürlichkeit der Phrasierung und des Atmens in einer Verbindung von Strenge und Poesie. Sehr starker Beifall vereinte alle drei Chöre zu einem himmlischen „Es ist ein Ros entsprungen“.


GESANGLICHER GENUSS

Konzert - Chöre begeistern im Wildpoldsrieder Dorfsaal

Lädt der Männerchor Wildpoldsried zum Konzert ein, können die Zuhörer sicher sein, dass sie ein Musikgenuss erwartet. Findet dies dann noch im neuen architektonisch gelungenen Dorfsaal «Kultiviert» statt, stimmt auch das Ambiente.

Drei Gastchöre, die Chorgemeinschaft Sankt Mang, den Liederkranz Wiggensbach und den Männerchor Betzigau hatten sich die Wildpoldsrieder zu ihrem Chorabend eingeladen. Die Mitwirkenden legten all ihr chorisches Können in die Waagschale, um dem gastgebenden Männerchor in nichts nachzustehen.

Makellose Intonation

Seit 2005 leitet Anke Weinert-Wegmann die kleine, aber feine Wildpoldsrieder Sängerschar und hat seitdem beste Chorarbeit geleistet. Alle Lieder wurden mit dem ihnen eigenen Flair vielseitig gestaltet. Die konsequente Stimmbildung trat überall zutage, die Aussprache war jeweils perfekt und die Intonation makellos. Das Ergebnis war bei allen Chören feinster, in sich geschlossener Chorklang.

Feinfühlige Vorträge

Die Chorgemeinschaft Sankt Mang unter der Leitung von Eva Brunner zeichnet sich durch ihr umfangreiches Repertoire und ihre rege Konzerttätigkeit aus, die oftmals mit einem sozialen Engagement verbunden ist. Die Chorsätze waren von Feinfühligkeit und Stimmsicherheit geprägt.

Mit seiner temperamentvollen Chorleiterin Sonja Zeberle widmet sich der Männerchor Betzigau vornehmlich der leichten Muse und hat damit durch die konsequente Probenarbeit stetig größeren Erfolg. Auch an diesem Abend begeisterte er mit seinem harmonischen Klangkörper, war rhythmisch sehr sicher und sang mitreißend schwungvoll. Besonderen Anklang fanden die Darbietungen seines Sextetts.

Der Liederkranz Wiggensbach unter der Leitung von Hans Moosbrugger, dem «Grand Seigneur» unter den Chorleitern der Oberallgäuer Chöre, überzeugte mit seiner vielseitigen Literatur. Er bestach mit seiner große Sicherheit ausstrahlenden Routine sowie dem wohldifferenzierten Klangvolumen. Leider wird die Anzahl der Männerstimmen im Chor immer kleiner.

Publikum fordert Zugaben

Das Publikum war von den abwechslungsreichen Liedbeiträgen hellauf begeistert, so dass es von den Akteuren immer wieder frenetisch Zugaben einforderte.

Mit diesen musikalischen Schmankerln, die unterschiedlicher, ausgefallener und humorvoller nicht hätten sein können, steigerten sich alle Sängerinnen und Sänger nochmals zu klangvollen Höchstleistungen.


"Das Schönste ist der Applaus"  Quelle: Kempten AZ  

„Wir haben alle viel Spaß an der Musik und dem Gesang und nebenbei verbindet uns alle eine sehr schöne Freundschaft“ sind sich die 22 Laiensänger einig. „Das Schönste am Singen ist, wenn man das Publikum mit einer guten Liedauswahl begeistern kann und als Dank einen großen Applaus bekommt“, weiß Dirigentin Anke Weinert, die seit knapp drei Jahren den Taktstock führt.

Liedauswahl bedeutet für den Männerchor ein Repertoire, das einen Bogen spannt „von Werken der Renaissance über zeitgenössische Komponisten, wie beispielsweise das Ave Maria von Franz Biebl, bis hin zu Rock und Pop und auch unsere Vorliebe für das Kerntnerlied nicht ausschließt“, sagt die Chefin.

„Diesen Riesensprung nach vorne haben wir nur durch unsere Dirigentin geschafft, die das Ganze aber auch richtig streng angeht“, versichern Eugen Klier (1.Tenor), Willi Wegmann (1. Bass) und Adolf Dorn (2. Bass). Sie sind die Ältesten in der Runde und seit 1961 mit dabei. Ein „gemütliches Beisammensein“ sei es damals gewesen, bei dem man das Volkslied gepflegt habe. Eine Reminiszenz an vergangene Jahre sei allerdings das für sie schönste Weihnachtslied, „Stille Nacht, heilige Nacht“, erzählen die Oldies.

Etwas Besonders auf die Beine stellen wollten die Sänger erstmals unter der Regie von Manfred Wegmann. Er hat nach siebenjähriger Dirigentschaft Anfang 2005 den Taktstock an Anke Weinert übergeben. Seither unterstützt er als Sänger den ersten Bass und bewundert an seiner Nachfolgerin, dass „sie um einiges zugelegt hat.“ Auch er verrät sein schönstes Weihnachtslied: „O magnum mysterium“.

Seit 1998 gehören Bernd Pfingstl (2. Tenor) und Gunther Maier (1.Bass) zum Chor. Sie begeistert, dass „wir bei Konzertauftritten auswendig singen. Das bedeutet, dass Text und Melodie hundertprozentig sitzen müssen.“ Auch der Jüngste im Bunde, Christian Naßl, seit Anfang des Jahres Chormitglied, freut sich über eine erfolgreiche Arbeit. „Für mich sind die Auftritte vor großem Publikum, das ganze Flair drum herum, etwas Besonderes“, gesteht der Tenor. Für ihn ist „Angelus Domini“ das „schönste Weihnachtslied das es gibt.“


Beglückende Konzertstunde - Quelle: AZ MM 

Basilika Ottobeuren Wildpoldsrieder Männerchor gefällt in allen Stimmlagen

Ottobeuren | ep | Im Rahmen der Samstagnachmittags-Konzerte gastierte nun der Männerchor Wildpoldsried unter der Leitung von Anke Weinert in der Basilika. Er gilt als hochqualifizierter Klangkörper, der unter den Männerchören Maßstäbe gesetzt hat.

Dominierend war eine Auswahl aus der sehr reichhaltigen Palette marianischer Literatur, bestehend aus dem herrlichen „Ave Maria“ von Jakobus Gallus, dem in Melodik und Harmonik die russiche Seele erahnen lassenden „Ave Regina praeclara“ von Andrzej Koszewski, dem etwas süßlich-inbrünstigen, der Gottesmutter gewidmeten „Wenn ich ein Glöcklein wär“ von Otto Fischer und schließlich dem „Angelus Domini“ von Franz Biebl. Zu Glanzpunkten wurden die Motetten „Periti autem“ und „Beati mortui“ von Mendelssohn-Bartholdy.

Bei all seinen Darbietungen gefiel der in allen Stimmen gut besetzte Chor durch seine weiche Tongebung, hervorragende Stimmbildung, Akkuratesse in der Sprache, die saubere Intonation und die dynamische Gestaltung.

Dass Adalbert Meier die vielfältigen Möglichkeiten der Registerwahl auf den drei Orgeln bestens kennt, zeigte er bei seinen Konzertbeiträgen. Auf der Heilig-Geist-Orgel kam Händel mit dem ersten und dem von spielerischer Leichtigkeit gezeichneten vierten Satz aus dem Orgelkonzert Nr.2 zu Wort.

Mit Regers „Melodia“ aus op.59 erlebten die Hörer ein etwas verhaltenes, für klassikverwöhnte Ohren nicht so leicht aufnehmbares Opus des Spätromantikers. Mit klar sich abzeichnenden Stimmen spielte Meier auf der Marienorgel die gewaltige Fuge in g-Moll von Johann Sebastian Bach.

Die beglückende Konzertstunde wurde mit einer Improvisation über das Kirchenlied „Lobe den Herren“ abgerundet.


Bericht  Jubiläumskonzert

23 Sänger in der Hand einer Frau Jubiläum Männerchor Wildpoldsried feiert 85-jähriges Bestehen mit einem Chorkonzert

Wildpoldsried l hä l 23 Sänger in der Hand einer Frau - der Männerchor Wildpoldsried hat sich unter Leitung von Anke Weinert zu einem feinen Ensemble entwickelt. Mit einem begeisternden Konzert feierte der Männerchor sein 85-jähriges Bestehen.

Mit dabei war auch der seit vielen Jahren mit den Wildpoldsriedern befreundete Männergesangsverein (MGV) Kaning s´deutsche Herz aus Kärnten (Österreich).

Gefragte Sänger aus Kärnten

Dieses in Österreich sehr gefragte Ensemble setzte das berühmte i-Tüpfelchen auf die Darbietungen im vollen Dorfsaal in Wildpoldsried. Mit viel Fingerspitzengefühl hatten die Sänger und zahlreiche Helfer aus dem Rohbau einen Konzertsaal mit hervorragender Akustik gezaubert.

Aus den rauen Sängern von einst, die die Kärtner stets als Vorbilder ansahen, wurden dank des Schliffs durch Anke Weinert trällernde Troubadoure, erklärte der Schirmherr der Jubiläumsfeier, Bürgermeister Arno Zengerle.

Die Gäste besangen mit ihrer Leiterin Burgl Leeb ihr Kärnerland in allen Varianten, glänzten mit zahlreichen Soli und Jodler.

Von Sennern und ihren Liebsten

Die Senner auf der Alpe und ihre Liebsten im Tal, gleich mehrere Lieder zu diesem Thema trugen die Kaninger vor. Einen weiten musikalischen Bogen vom schwäbischen Volkslied Horch, was kommt von draußen rein bis hin zu modernem Liedgut spannten dagegen die Wildpoldsrieder.

Stürmischen Applaus ernteten die beiden Gruppen für ihre hervorragenden Darbietungen. Jürgen Schwarz, Präsident vom Chorverband Bayerisch Schwaben, freute sich über die neuen Wege, die der Wildpoldsrieder Männerchor einschlägt und zeigte sich stolz, dass dieser Spitzenchor dem Verband angehört.


Männerchor für junges Publikum

Von Irmtraud Brunk

Ein klingendes Dokument seiner Leistungsfähigkeit legt der Männerchor Wildpoldsried mit einer neuen CD vor. Die 20 Mitglieder repräsentieren eine Gegenbewegung zu den traditionellen, oftmals überalterten Männerchören. Denn für sie ist Freude am Singen identisch mit Leistungbereitschaft, Stimmbildung und vor allem einem modernen Repertoire, das auch jüngeres Publikum anspricht.

Den Weg dazu bereitet hat Manfred Wegmann 1997, seit 2005 führt die Dirigentin Anke Weinert diese intensive Arbeit weiter. Die CD belegt die Flexibilität des Männerchors musikalisch und programmatisch durch internationale Folklore, Spirituals und geistliche Gesänge, wobei auch die hohen Anforderungen neuzeitlicher Chorkompositionen bewältigt werden. Ob in homophonen oder polyphonen Sätzen fesselt der Chor durch saubere Intonation, Wohlklang der Stimmen und eine sorgfältige Interpretation der Stimmungsgehalte, sei es der schwermütige Klang eines serbischen Liedes, der schnelle Taumel eines schwedischen Tanzes, der kernige alpenländische Klang, der schöne Bassrhythmus der Shantys oder der swingende Solo-und Chorwechsel bei den Spirituals. Männerchor-Klassiker wie Wer hat dich du schöner Wald finden sich neben Ausgefallenem wie einem Chorlied aus Zimbabwe.

Die Schlussgruppe der CD bilden geistliche Chorlieder, die belegen - etwa das Angelus Domini von Franz Biebl - wie sanft und piano sich dieser an anderer Stelle stimmenmächtige Chor in seinem vielfältigen Programm bewegen kann.

Die CD ist zu beziehen bei den Kemptener Musikhäusern Rimmel und Reitemann und über die Telefon-Nummer 0 83 04/826 sowie im Internet unter www.maennerchor-wildpoldsried.de


Ein Goldstück dirigiert

Anke Weinert und Robert Hartmann leiten Kirchenkonzert - Von Christine Räth - Wildpoldsried

Klassisch-geistliche Klänge ­ das war es, was die Besucher in der vollen Wildpoldsrieder Kirche St. Georg zu hören bekamen. Das Bläserensemble, dirigiert von Trompeter Robert Hartmann, und der Männerchor Wildpoldsried unter der Leitung von Anke Weinert präsentierten sich über eineinhalb Stunden von ihrer besten Seite und begeisterten die 170 Zuhörer. Auf dem Programm standen überwiegend religiöse Stücke wie "Ave verum corpus" von Mozart und das "Vater Unser" von Tschaikowsky, aber auch ein Konzert-Marsch, "Arsenal" von Jan van der Roost.

Eröffnet wurde das Konzert durch das Bläserensemble mit "Fanfare und Chorus". Das schwungvolle Stück versetzte die Zuhörer, dank der hallenden Akustik, in himmlische Sphären. Danach zeigten die elf Blechbläser, darunter eine Frau, ein etwas ruhigeres Werk bei dem man die gute Intonation und das homogene Zusammenspiel genießen konnte. Mit "Periti Autem" von Mendelssohn-Bartholdy schloss der Männerchor an. Dirigentin Anke Weinert überzeugte mit ihrer herzlichen Art und Souveränität. Von den Sängern wurde sie liebevoll als "Goldstück" bezeichnet.

Der 20-köpfige Chor gab einige christlich-spirituelle Stücke zum Besten, darunter auch das "Ave Maria" in einer eher unbekannten Version von Jacob Gallus, die sehr abwechslungsreich in der Gestaltung und Ausführung, sowie mit vollem Klang interpretiert wurde. Die Harmonie zwischen Dirigentin und Sängern war eindeutig zu spüren, und auch die tonale Stimmung innerhalb des Chores war sehr gut ­ trotz schwerer Stücke, die höchste Konzentration erforderten.

Ein klangliche Schmankerl war das "Trompetenkonzert in d-Moll" von Alessandro Marcello. Robert Hartmann glänzte mit klarer Trompete und ausgefeilter Technik, begleitet von Weinert an der Orgel. Beide stellten hier ihr Talent unter Beweis und lieferten mit dieser interessanten, harmonisch klangvoll und bestens aufeinander abgestimmten Kombination eine gelungene Vorstellung ab. Auch das Publikum war von den barocken Tönen hellauf begeistert.

Der Konzertmarsch "Arsenal" brachte etwas Abwechslung in das religiöse Programm. Interessant war dieser Marsch vor allem durch die Besetzung, da die sonst üblichen Holzbläser durch die Piccolotrompete von Hartmann, die besonders in höheren Lagen einen wunderschönen Ton erzeugte, würdig ersetzt wurden. Beendet wurde das Konzert durch das Lieblingsstück der Dirigentin, "Angelus Dominus", indem vor allem drei von den 20 Sängern durch Soli ihr Können demonstrierten.

 

 

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